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Brandschutztür abschließen, um den Schutz vor Einbrüchen zu gewährleisten

In der heutigen Zeit wird Sicherheit ganz großgeschrieben. Darunter fällt auch das Entgegenwirken von beeinflussbaren Katastrophen, wie die Brandentwicklung. Genau genommen werden vorbeugende Maßnahmen in sogenannten DIN-Normen festgehalten. Besonders der Rauch- und Feuerschutz in Form von Brandschutztüren gilt nicht immer als freiwillige Anschaffung, sondern unterliegen zum Schutz der Gebäude bestimmten Vorschriften. Unter anderem gehört die angemessene Kennzeichnung (Schilder mit gewissen Angaben) dazu. Aber welche Regelung sieht vor, wann man die Brandschutztür abschließen oder offen lassen kann?

Die DIN-Richtlinien beschreiben genau, was zur Sicherung durch Brand- und Rauchschutztüren zu tun ist, damit dem Notfall vorgebeugt wird. Denn im Brandfall geht es bei der Flucht um Minuten. Aus dem Grund ist es nicht nur ratsam, sondern auch festgelegt, dass Feuerabschlüsse (Brandschutztüren) nur unter speziellen Voraussetzungen abgeschlossen werden dürfen und wenn sie nicht die Aufgabe von Fluchttüren haben.

Ist das Brandschutztüren abschließen erlaubt?

Feuer- und Rauchschutztüren als Brandschutz

Viele Beiträge und Artikel befassen sich mit Themen rund um den Bereich Brand-Management. Beim Brandschutztür kaufen müssen die Anforderungen nach DIN 4102-5 (in Deutschland) erfüllt sein, bevor sie eingesetzt werden. Jede Tür wird mit unterschiedlichen Standhaltungszeiten (Feuerabwehrzeiten) hergestellt und verwendet. Für den Gebrauch in der Praxis gilt nach der DIN-Richtlinie:

  • Das Öffnen (durch das Drücken) und schließen (nach Möglichkeit selbstständig) muss gewährleistet sein.
  • Der Hitzeschutz muss so lange standhalten, dass eine Rettung bzw. Flucht möglich ist.
  • Je nach Produkt dürfen die vorgegebenen Sicherheitshinweise nicht missachtet werden.
  • Die Anbringung erfolgt immer an Öffnungen zu Fluchtwegen.
  • Um dem Brandfall vorzubeugen, darf man nur unter bestimmten Voraussetzungen die Brandschutztür abschließen. Zum Beispiel, wenn Sie zum Beispiel über ein Panikschloss verfügt.

Was ist ein Panikschloss?

Neben zugänglicher Feuerschutztür, Fluchtwege erkennbar machen
Einsatz für mehr Sicherheit

Das Panikschloss öffnet Türen, was im Brandfall ein dickes Plus ist. Denn der auch als “Antipanikschloss” bezeichnete Mechanismus hat die Aufgabe, selbst eine abgeschlossene Tür aufzumachen. Je nach Modell und Funktion haben Panikschlösser meistens eine geteilte Drückernuss. Die Konstruktion ermöglicht, dass die Entriegelung von Brandschutztüren auch ohne Schlüssel funktioniert.

Die Funktion Panikschloss

Das Zubehör für ein sicheres Brandschutztüren-System soll die Flucht bei Feuer- und Rauchbildung leichter und vor allen Dingen schneller ermöglichen. Den Hauptanteil im Notfall leistet die eingebaute “Zwingnuss”. Sie sorgt dafür, dass Falle und Riegel im Schloss der Tür zurückgezogen werden, damit der Rettungsweg frei zugänglich ist.

In unserem Shop für Brandschutz können Sie übrigens Ihr Panikschloss kaufen.

Die Security gegen Rauch und Flammen

Die DIN Normen unterteilen sich wie folgt:

Rauch- und Feuerschutz in Minuten
Klassifizierung
30 Minuten (T30 RS Türen)
feuerhemmend (“RS”=“Rauchschutz” nach DIN 4102-5)
60 Minuten (T60 Türen)
hochfeuerhemmend (DIN 4102-5)
90 Minuten (Brandschutztür T90)
feuerbeständig (DIN 4102-5)

Darüber hinaus Zeigen “F” Bezeichnungen die Feuerwiderstandsklasse an:

Feuerwiederstandsklassen in Minuten Klassifizierung nach DIN 4102-2
30 Minuten (F30)
feuerhemmend
60 Minuten (F60)
hochfeuerhemmend
90 Minuten (F90)
feuerbeständig
120 Minuten (F120)

180 Minuten (F180)


Die Feststellanlage rechts, mittig oder links an der Brandschutztür?
Brandschutztür abschließen: ja oder nein?

Ob zum Arbeitsschutz in einer Fabrik, Akademie oder in Büroräumen - Fakt ist: Die Brandschutztür rettet Leben. Die Sicherheit kann mit weiteren Komponenten wie Ersatzteilen und Zubehör erhöht werden. Darunter auch die Feststellanlagen. Sie sind dafür zuständig, Feuerabschlusstüren bzw. Brandschutztüren offenzuhalten, bei Rauch- und Feuerbildung allerdings zuverlässig schließen. Die Anbringung ist vom Herstellungstyp abhängig. Die Anleitung liegt dem Artikel meistens bei oder ist als Download oder mehreren Downloads im Internet erhältlich.

Sind Sie auf der Suche nach mehr Informationen zum Thema Brandschutztür abschließen? Besuchen Sie uns auf Facebook, in unserem Shop, kontaktieren Sie uns online per E-Mail unter info@lab-beschlag.deoder über unser Kontaktformular.

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09 November, 2018

Brandschutztüren-Norm: Das müssen Sie wissen

Brandschutztüren sind ein zentraler Punkt im Bereich des prophylaktischen Brandschutzes und Teil sogenannter Feuerschutzabschlüsse, zu denen unter anderem auch Brandschutz-Fenster gehören. Sie sollen verhindern, dass sich ein ausgebrochenes Feuer ausbreiten kann, sowie den Durchtritt einer Wand oder Mauer bei Brandgefahr sichern. Laut Musterbauordnung sollten Brandschutztüren drei Punkte erfüllen.

  • Die Entstehung eines Brandes und die Ausbreitung von Rauch und Feuer ,
  • die Rettung von Menschen und Tier im Brandfall zu ermöglichen
  • und Löscharbeiten durchführbar zu machen

Brandschutztüren Norm - Feuerlöscher für den Notfall

Oft werden diese Türen zum Brandschutz in langen Fluren, Treppenhäusern und Notausgängen angebracht. Bei Gebäuden, die regelmäßig von einer großen Anzahl an Menschen besucht werden, werden Brandschutztüren als vorbeugende Maßnahme eingesetzt. Das betrifft zum Beispiel öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Universitäten, Hotels, Kindergärten oder Schulen. Wir erklären Ihnen die Brandschutztür-Norm und geben Ihnen einen Überblick über die Vorschriften, die Sie in Betracht ziehen müssen, wenn Sie eine Brandschutztür kaufen wollen.

Das steckt hinter der Normierung von Feuerabschlüssen

Die Brandschutztüren sind in Feuerwiderstandsklassen unterteilt. Die Brandschutztüren-Norm ist nach DIN 4102-5 festgelegt. Diese legt die Feuerwiderstandsdauer fest.

brandschutztüren-Norm: Feuerwehrmann im Einsatz

  • T30
  • T60
  • T90
  • T120
  • T180

Der Buchstabe T steht für “Tür”, während die Zahlen auf die Minuten verweisen, die eine solche Feuerschutztür einem Brand in der angegebenen Zeit standhalten muss, ohne dass ihre Funktionstüchtigkeit eingeschränkt ist. Bei Brandschutztüren mit Rauchschutz wird der Klasse das Kürzel “RS” (Rauchschutz) hinzugefügt. Türen, die Schutz vor Rauchentwicklung bieten, werden im Handel als RS-Tür, also Rauchschutztür, bezeichnet.

In unserem Angebot finden Sie beispielsweise TR30 RS Türen, oder die Brandschutztür T90.

Um sowohl Brandschutz- als auch Rauchschutztüren installieren zu können, bedarf es jedoch einer Zulassung durch die Bauaufsicht. Diese Zulassung erfolgt durch das Deutsche Institut für Bautechnik in Berlin.

Auch wann und wo ein Feuerschutzabschluss eingebaut werden muss unterliegt strengen Vorschriften, die sich in Deutschland selbst von Bundesland zu Bundesland unterscheiden. Die Eigenschaft des Feuerwiderstandes der Brandschutztür wird von der NORM DIN 4102-2 bestimmt. Diese klassifiziert den Grad des Brandschutzes der Feuerschutztüren. Die Brandschutztür-Norm wird zudem von der europäischen Norm DIN EN 13501 geregelt, die auf die Feuerwiderstandsklassen der Bauteile eingeht.

Brandschutztüren-Norm - Hydrant

Die Leistungsfähigkeit eines Feuerschutzabschlusses lässt sich aber nicht nur an der Brandschutztüren-Norm festmachen, sondern hängt auch davon ab, in welcher Wand der Einbau der Tür vorgenommen wird. Denn das beeinflusst die Leistung der Brandschutztür im Ernstfall. Feuerschutztüren dürfen nur an geeigneten Fluchtwegen angebracht werden. Deshalb müssen Brandschutztüren nachweisen, dass sie in der angestrebten Wand den Anforderungen in Sachen Brandschutz und Funktionalität gerecht werden.

Deswegen sind Brandschutztüren wichtig

Bei einem Brand ist besonders die Rauchentwicklung ein gefährliches Risiko. Rund 95% Prozent aller Brandopfer sterben durch die giftigen Dämpfe. Brand- und Rauchschutztüren können bei einem Brand helfen, wichtige Zeit für die Evakuierung des Gebäudes zu gewinnen. In der Praxis sollten Brandschutztüren immer geschlossen bleiben, wenn sie als Feuerschutz dienen. Da die Türen jedoch im alltäglichen Leben mittels Keile oder anderweitigen Behelfsmitteln aufgrund von Bequemlichkeit sowie der Zufuhr von frischer Luft offen gehalten werden, können diese kaputt gehen. Für den Ernstfall eines Brandes kann das fatale Folgen haben. Hier können sogenannte Feststellanlagen hilfreich sein, die im Brandfall automatisch schließen.

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09 November, 2018

Brandschutztüren Vorschriften für die Garage: Was gilt für den möglichen Brandfall?

Für manche Menschen ist die Garagen mehr als nur ein überdachter Abstellort für Fortbewegungsmittel, wie das Auto, das Fahrrad oder das Motorrad. Der meist aus einem Raum bestehende Bau darf auch gern ausstrahlen, dass in ihm gearbeitet wird. Dabei vergisst man schon mal die Zeit und auch Details, die für die Sicherheit wichtig sind. Unter anderem können sich Brandschutztüren als wahrer Lebensretter im Notfall erweisen. Besonders, wenn sich auf der Fläche Öl, Benzin und Materialien, wie Baustoffe, sowie Bauteile und Mittel, Lacke, Farben usw. befinden.

Brandschutztür Garage Pflicht - Garage als Hobbyraum

Das Risiko steigt sogar noch um einiges, wenn die Garage direkt am Haus angebaut ist. Wie aber schützt man Gebäude, die aus entflammbaren Materialien wie Holz bestehen, im Brandfall? Für genau solche Situationen hat der Gesetzgeber Normen bzw. Brandschutztüren Vorschriften für Garage festgelegt.


Ab wann die Brandschutztür für die Garage Pflicht ist

Brandschutztüren Vorschriften Garage - Garagentor und Fahrrad

Die feuerhemmende Tür muss laut der Landesbauordnungen immer dann eingesetzt werden, wenn die Garage und das Haus direkt miteinander verbunden sind. Entscheidend sind vor allen Dingen eine reibungslose Funktionsfähigkeit und der Härte- bzw. Feuerschutzgrad. Sprich: Was eine Feuerabschluss-Tür an Hitze mindestens aushalten muss, um den Brandschutz zu gewährleisten. Dafür gelten bestimmte Anforderungen (DIN). Brandschutztüren Vorschriften für Garagen beinhalten unter anderemnachfolgende Bedingungen:

  1. T30 RS Türen

Generell setzen Feuerschutztüren massive Wände voraus. Wählen kann man bei den Türen zum Schutz der Garage oder in anderen genutzten Gebäuden zwischen einflügelig und zweiflügelig. “T30” deutet darauf hin, dass die “Tür” mindestens “30” Minuten im Brandfall bestehen muss.

  1. Brandschutztür T90

Feuer und Rauch werden zu Themen, die sich rasant entwickelnden, wenn in Räumen Stoffe, Papier (Tapeten), Holz usw. vorhanden sind. Wie schnell sich der Brand letztendlich ausbreitet, hängt neben der Beschaffenheit auch von der Größe der geschlossenen Räumlichkeiten ab (beispielsweise Kleingaragen, Großgaragen, Hobbyräume, Wände mit Holzvertäfelung). Um den Brandschutz möglichst lange zu gewährleisten, wird die T90 mit einer Beständigkeit von je 90 Minuten eingebaut.

Noch mehr Türen und Rettungswege

Laut der verschiedenen DIN-Normen, ist die geschlossene Brandschutztür ein fester Punkt in der Verordnung. Neben der “T”-Modelle, werden auch Artikel mit einer “F”-Kennzeichnung (Feuerbeständigkeit) produziert. Die Unterteilung sieht dann so aus:

Brandschutztüren Garage - rote Rauschschutztür

Vorrichtung und Widerstandsklasse der Tür

nach DIN 4102-2

Brandschutztür F30

30 Minuten

Brandschutztür F60

60 Minuten

Brandschutztür F90

90 Minuten

Brandschutztür F120

120 Minuten

Brandschutztür F180

180 Minuten

Weitere Vorteile von Feuer- und Rauchschutztüren

Bei den Brandschutztüren Vorschriften für die Garage sind dieselben Voraussetzungen zu erfüllen, wie bei der Integrierung von Feuerabschlüssen in Wohn- und Bürogebäuden. Durch geschlossene Feuer- und Rauchschutztüren (nach DIN), ergeben sich aber nicht nur Pflichten, sondern auch jede Menge weiterer Vorteile.

  • Einbruchschutz
  • Schutz vor hohen Temperaturen
  • automatische Vorrichtung gegen das Eindringen von Rauch
  • Lärmschutz

Für den Einbau wird neben einem Akkuschrauber, eine Wasserwaage, eine Schere und je nach Modell weiteres Zubehör benötigt.

Brandschutztür Garage Pflicht - rotes Tor und Feuergrafitti

Das “Verfallsdatum” laut der DIN-Verordnungen

Die Festlegung einheitlicher Regelungen ist vom Gesetzgeber in den DIN-Richtlinien zu finden. Beginnend bei der DIN 18100, die sich mit den Normen und Maßen der Fenster und Türen befasst. Beim Brandschutztür kaufen ist es notwendig darauf zu achten, dass sowohl die Größen passen, als auch die Gebäude-Wände robust genug sind, damit sie die schweren Spezialtüren halten können.

Rauchabschluss Vorschriften Garage - leuchtendes Schild Notausgang

Die DIN 4102-4 widmet sich detailliert den Baustoffen, Bauteilen und spezielle Bauteile, die je bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um die Integration von Ein- und Ausgängen, sowie Fenstern bestmöglich gefahrenfrei zu gewährleisten.

Eine der wichtigsten Brandschutztüren Vorschriften (für Garage, Wohn- und Geschäftsräume) ist die DIN 4102-5. Die Verordnung legt fest, wie hoch die Brandsicherheit der Wände, Decken und Feuerabschlüsse sein muss. Auch feuerbeständige Verglasungen sind in der gesetzlichen Vorgabe festgehalten (Begrifflichkeiten, Anforderungen und regelmäßige Überprüfungen).

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09 Oktober, 2018

Welche Brandschutztür verlangt das Gesetz?

Das Wichtigste möchten wir Ihnen hier gleich am Anfang mit auf den Weg geben, wenn Sie sich fragen, welche Brandschutztür Sie verbauen müssen:

Die Antwort auf die Frage, welche Brandschutztür/Feuerschutztür respektive welche Rauchschutztür Sie in Ihrem Bauprojekt verwenden müssen, lautet: Niemand weiß es. Denn: Die Bestimmungen für die Verwendung dieser Funktionstüren ist Ländersache. Das heißt, dass jedes Bundesland selbst dafür verantwortlich ist, welche Vorschriften und Bestimmungen getroffen werden. Diese werden in der jeweiligen Landesbauordnung genannt. Damit noch nicht genug, nützt es Ihnen als Bauherr oder Bauträger wenig, wenn Sie sich jetzt durch die Bauordnung lesen, die in Ihrem Bundesland gültig ist. Denn:

  1. In der jeweiligen Bauordnung sind lediglich sehr allgemeine Ansprüche festgelegt, die Ihnen in speziellen Fällen bei der Zulassung wenig weiterhelfen.
  2. Gesetzliche Grundlage und damit entscheidend sind die Rechtsverordnungen, die die einzelnen Bundesländer auf Basis ihrer Landesbauordnungen erlassen.

FAZIT: Bevor Sie in die missliche Lage geraten, Brandschutztüren einbauen zu lassen, die dann später vom Amt nicht abgenommen wird: Holen Sie sich von der Behörde, die für Ihr Bauvorhaben zuständig ist, am besten schriftlich die Information, welche Brandschutztür Sie einsetzen müssen! Und zwar bevor Sie irgendwelche anderen Maßnahmen in die Wege leiten.

 

Welche Größe? Baurichtmaß für die Wahl der Feuerschutztür entscheidend

Haben Sie Fragen zum Baurichtmaß für Ihr persönliches Bauprojekt? Gerne beraten wir Sie dazu telefonisch!

Lichtes Mauermaß -10 mm = Baurichtmaß

Warum sind Sie mit unserem Service auf der sicheren Seite? Türen werden meistens mit einem bestimmten Baurichtmaß ausgezeichnet. Dieses erschließt sich für die Bestellung der richtigen Tür nicht aus den Maßen der Tür, sondern aus denen der Wand und der Wandöffnung. Nur wer über das nötige Fachwissen verfügt, kann das Baurichtmaß präzise bestimmen und festlegen, welche Brandschutztür für welche Mauer und welche Maueröffnung die geeignete ist. Unsere Kollegen kennen sich mit Rastermaßen für Mauersteine und Fugenmaßen aus und wissen außerdem, welche Toleranzen in die Berechnung mit einfließen können. Türöffnungen im Mauerwerk müssen für die Montage von Brand-, Feuer- und Rauchschutztüren dabei zwingend der Norm DIN 18100 entsprechen, damit die Tür vom Amt genehmigt wird.

Übrigens: Hersteller von Feuerschutztüren bieten teilweise Türen mit Abweichungen in Höhe und Breite im Standardprogramm an. So können auch ungenormte Türöffnungen von Standardtüren verschlossen werden - und Sie müssen keine teure Sonderanfertigung in Auftrag geben.

Auswahl der Brandschutztür nach Wandart

Eine Brandschutztür ist eine selbstschließende Funktionstür. Sie erfüllt ihre Funktion jedoch an unterschiedlichen Wandarten unterschiedlich gut. Daher wird die Frage, welche Brandschutztür die geeignete darstellt, auch davon bestimmt, welche Wandart vorliegt und wie die Montagesituation der Tür allgemein gestaltet ist.

Bei der Eignung der Wandarten unterscheidet die Bauaufsicht bautechnisch - und baurechtlich - die folgenden Typen:

  • Wände aus Mauerwerk
  • Wände aus Beton
  • Leichte Trennwandsysteme nach allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnissen
  • Leichte Trennwandsysteme nach DIN 4102-4
  • Wände aus Porenbetonsteinen oder Porenbetonplatten
  • Wände aus Gips-Wandbauplatten
  • Holztafelwände nach DIN 4102-4

Sollten in Ihrem Bauprojekt die genannten Wandarten nicht vorkommen, dürfen Brandschutztüren auch an diversen Stützen montiert und eingebaut werden. Dazu zählen:

  • Stützen aus Beton
  • Stützen aus Mauerwerk
  • bekleidete Stahlbauteile
  • bekleidete und unbekleidete Holzbauteile

Ähnlich wie bei Wänden gilt auch für Stützen, dass diese gewissen Anforderungen an Qualität und Dimensionierung entsprechen müssen.

 

Welche Brandschutztür für Heizraum?

Entscheidend für diese Frage ist die Landesbrandschutzverordnung des jeweiligen Bundeslandes, in dem Ihr Bauprojekt realisiert wird. Die Bestimmungen sind teilweise recht streng und sehen vor, dass Sie im Heizraum eine Brandschutztür verbauen.

Ein Heizungsraum muss an einen Flur grenzen, darf also nicht in direkter Nachbarschaft zu anderen Räumen wie beispielsweise einem Hobbykeller oder anderen Aufenthaltsräumen liegen. Welche Brandschutztür Sie dort einbauen lassen, erfahren Sie wiederum von Ihrer zuständigen Behörde. Eines können wir Ihnen schon “mit auf den Weg geben”: Die Tür darf sich nur nach außen und somit in Fluchtrichtung öffnen. Weitere Türen oder Öffnungen neben dieser Brandschutztür darf Ihr Heizungsraum nicht aufweisen.

➯Wir empfehlen Ihnen für die Ausstattung Ihres Heizungsraum unsere T30 RS Türen oder die Brandschutztür T90.

 

Welche Brandschutztür für Garage?

Besteht eine direkte Verbindung zwischen Ihrer Garage und dem Wohnhaus ist laut Landesbauordnungen der Einbau einer Brandschutztür gesetzlich vorgeschrieben. Diese muss mindestens 30 Minuten lang einer Hitzebelastung von 800 Grad Celsius standhalten - also der Feuerwiderstandklasse F30 entsprechen. Diese Anforderung erfüllen unsere Brandschutztüren T30.

Der Vorteil einer Brandschutz Tür für die Garage: Sie hält gleichzeitig die Abgase und den Lärm, der aus einer Garage dringen kann, von Ihnen fern. Sie können Ihre Überlegungen darüber, welche Brandschutztür am besten für Ihre Garage geeignet sein könnte, auch mit folgenden Erwägungen verknüpfen:

  • Sollte die Tür außerdem einbruchsicher sein?
  • Sollte die Tür wärmedämmend sein, damit die gut geheizten Wohnräume ihre Wärme nicht an die Garage abgeben?

Dann können Sie sich für die Montage einer Multifunktionstür entscheiden, die feuerhemmende Eigenschaften mit anderen Funktionalitäten verbindet.

Haben Sie Fragen zu Feuerschutz, feuerhemmenden Türen, Rauchschutztüren oder möchten Sie eine Brandschutztür kaufen? In unserem Shop finden Sie eine breite Auswahl an Türen, die verschiedene Vorgaben erfüllen und im Gebäude eingesetzt im Brandfall den Durchtritt und somit die Ausbreitung von Feuer und Rauch im Haus wirkungsvoll verhindern. Bevor die Feuerwehr kommt: Kommen Sie zu uns!

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13 August, 2018

Feuerwiderstandsklassen erklärt: ein Überblick

Das Bauordnungsrecht sieht vor, dass bauliche Anlagen einen Zustand vorweisen können, in dem sie sowohl die Ausbildung als auch die Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen. Um diesen Normen gerecht zu werden, gibts es zahlreiche Maßnahmen zu beachten, darunter die Installation von Brandschutztüren, -decken und -wände etc. So wird gewährleistet, dass das Gebäude im Brandfall nicht sofort seine Stabilität verliert und die Rettung von Menschen und Tieren erfolgreich gelingen kann. Daneben können die Löscharbeiten effektiv eingeleitet werden.

Bauteile und deren Feuerwiderstandsdauer

Um die Sicherheit eines Gebäudes im Brandfall zu gewährleisten, werden dessen Bauteile je nach Feuerwiderstandsdauer in sogenannten Feuerwiderstandsklassen eingestuft. Die genormte Klassifizierung klärt im ersten Schritt, ob das Bauteil grundsätzlich aus brennbaren Baustoffen besteht. Lautet die Antwort “Ja”, schließt sich die Frage an, wie leicht bzw. schwer entflammbar der Baustoff ist. Und zuletzt die Frage, wie viele Minuten das Bauteil einem Feuer standhält. In Deutschland regelt die DIN 4102, wie die Feuerbeständigkeit einzelner Bauteile zu klassifizieren ist.

Feuerwiderstandsklassen nach DIN 4102

Aus der Klassifizierung lässt sich die Beständigkeit ableiten, die beispielsweise ein Dach, eine Decke oder eine Wand im Brandfall aufweisen. Ebenso werden durch die Norm auch Baustoffe wie Stahl, Holz, Metall und Beton berücksichtigt. Die Feuerwiderstandsklassen werden über Brandversuche nachgewiesen. Im Anschluss wird dem Bauteil je nach Brandverhalten ein Prüfungszeugnis ausgestellt, dass auf der Grundlage der DIN 4102 fußt.

Feuerwiderstandsklassen Feuer
 

Im Folgenden soll die Kennzeichnung der Feuerwiderstandsklassen aufgeschlüsselt werden. Die Feuerwiderstandsklasse wird mit dem Buchstaben “F” sowie der dazugehörigen Zahl für die Feuerwiderstandsdauer in Minuten angegeben. Dabei wird der Zahlenwert auf den nächsten durch 30 teilbaren Wert abgerundet. Dieses Prinzip führt zur folgenden Einteilung:

Feuerwiderstandsklasse Tabelle

Kurzbezeichnung der
Feuerwiderstandsklasse
Funktionserhalt bauaufsichtliche Benennung
in Deutschland
F30 ≧ 30 Minuten feuerhemmend
F60 ≧ 60 Minuten hochfeuerhemmend
F90 ≧ 90 Minuten feuerbeständig
F120 ≧ 120 Minuten hochfeuerbeständig
F180 ≧ 180 Minuten höchstfeuerbeständig

Für die unterschiedlichen Bauteile kommen auch verschiedene Prüfungsbedingungen und Kriterien zum Tragen. Darum erhalten sie spezielle Kennbuchstaben. So steht das “T” für Feuerschutzabschlüsse (Klappen, Tore, Türen). Das heißt konkret: eine Brandschutztür T90 beispielsweise, weist also eine Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten auf. Zu dieser zeitlichen Komponente kommen außerdem noch drei Faktoren bei der Brandschutzprüfung hinzu:

  • Tragfähigkeit
  • Raumabschluss
  • Wärmedämmung

Der Feuerwiderstand eines Bauteils gilt dann als gebrochen, wenn einer der drei Faktoren bei der Brandprüfung nicht mehr zutrifft. Die DIN EN 13501 bringt eine neue Perspektive dieser Faktoren auf das Brandverhalten mit.

Feuerwiderstandsklassen: DIN EN 13501-2

Neben der DIN 4102 wurde außerdem die europäische DIN EN 13501 eingeführt, die in noch feinere Abstufungen bei der Brandbeanspruchung unterscheidet. So ergeben sich nach der DIN EN 13501-2 Zeitwerte von 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180 und 240 Minuten. Neben den drei Faktoren aus der DIN 4102 sieht die DIN EN 13501-2 noch zwei weitere Kriterien vor, die für den Brandschutz entscheidend sind:

  • Strahlungsdurchtritt
  • Stoßbeanspruchung

Der Unterschied bei der DIN EN 13501-2: hier können die verschiedenen Kriterien unabhängig von den anderen Faktoren betrachtet werden. Das heißt: Bleibt eine Decke im Brandfall 40 Minuten stabil, kann sie mit F30 klassifiziert werden - und das, obwohl der Raumabschluss und Wärmedämmung schon deutlich früher gebrochen sind.

Feuerwiderstandskassen Kannen
 

Die passenden Lösungen für den Brandschutz

Es gibt also einiges bei den Feuerwiderstandsklassen zu beachten. Vor allem durch die zahlreichen Kriterien gestaltet sich die Klassifizierung äußerst komplex. Wenn Sie also Brandschutztüren kaufen, achten Sie auf die Feuerwiderstandsklasse, damit das Bauteil auch die entsprechenden Brandschutzanforderungen erfüllt. Sollten Sie sich derzeit auf der Suche nach Produkten im Rahmen des Brandschutzes umsehen, finden Sie neben Brandschutztüren wie den T30 RS Türen in unserem Shop-Angebot auch weiteres Zubehör. Bei Fragen rund um das Thema Brandschutz stehen wir Ihnen gern beratend zur Seite.

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08 August, 2018

Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht - was ist das?

Die Entscheidung, eine Brandschutztür zu kaufen ist nicht nur strategisch eine richtige Wahl, die aus Gründen der Sicherheit wichtig ist. Es ist auch eine gesetzliche Pflicht die fachlich korrekt lautenden “Feuerschutzabschlüsse” einzubauen. Dabei unterliegt der vorbeugende Feuerwiderstand einer sogenannten Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht. Den Entschluss, wann und wo eine Tür zum Brandschutz eingebaut werden muss, trifft in Deutschland die Landesbauordnung nach einer vorgeschriebenen Norm. Sie wird in der DIN 4102-5 (für Deutschland) und der ÖNORM B 3850 (für Österreich) genau definiert und enthält bestimmte Kriterien. Je nach Typ müssen die Funktionstüren:

  • feuerbeständig
  • dicht schließen
  • sich selbst schließen sein

Die Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht umfasst eine Reihe von Anforderungen der speziellen Haustüren, Innentüren, Eingangstüren, Außentüren, die das Verbreiten von Feuer verhindern. Die Kennzeichnung beinhaltet im Aufbau folgende Daten:

  • Tür mit DIN und T (Feuerwiderstandsklasse)-Angabe (T30, T60, T90, T120 und T180)
  • Hersteller mit Herstellerkennzeichen und Namen
  • Überwachungszeichen „Ü“
  • das Herstellungsjahr

Die Regelung betrifft alle Materialien der Sicherheitstüren von den Stahl Brandschutztüren über Rauchschutztüren bis hin zur Brandschutztür aus Glas.

Schilder für Brandschutztüren kaufen

Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht Fluchtweg Schild

Feuerschutzabschlüsse müssen grundsätzlich vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) bauaufsichtlich zugelassen sein. Deshalb können aktuelle Informationen und Inhalte auf den Beschilderungen nicht einfach so im Handel oder online erworben werden, da sie nicht mehr der Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht entsprechen würden. Was allerdings nicht für selbstklebende, zusätzliche Hinweise bzw. Anweisungen wie “Fluchtwege und Fluchttüren nicht verstellen”, “Feuerschutztür verkeilen, verstellen, festbinden o. ä. verboten” oder “Brandschutztür stets geschlossen halten” gilt. Sie können ohne Weiteres gekauft werden.

Beim Themen “Herstellung” und “Kennzeichnung Brandschutztüren” sind lediglich Fachleute mit Zulassung, unter Berücksichtigung rechtlicher Voraussetzungen und Auflagen bevollmächtigt, die entsprechenden Merkmale anzubringen.

Darf die Feuerschutztür offen gelassen werden?

Wessen Brandschutz Tür nicht gekennzeichnet ist, hat keine fundierte Sicherheit bezogen auf den Feuerschutz und macht sich strafbar. Die Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Darüber hinaus darf die Feuerschutztür in ihrer Funktion nicht behindert werden. Immer wieder stellt sich die Frage: Kann man die Brandschutztür offen halten? Die Antwort ist ein ganz klares „nein“.

Nur mit Feststellanlagen z.b. GEZE TS 5000 R oder TS 5000 R-ISM oder Dorma TS 93 EMR oder TS 93 GSR-EMR.

Die Landesbauordnungen sehen das dauerhafte Öffnen der Türen durch Keile oder andere Sperrmittel als mögliche Gefahr an, da sie in dem Fall nicht mehr als Sicherheitstechnik fungieren kann und gegen die gesetzlichen Bestimmungen der Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht verstößt. Deshalb wird das Bewusste beziehungsweise Beabsichtigte aufhalten der Türen nach § 145 Abs. 2 Nr. 2 Strafgesetzbuch strafrechtlich geahndet.

Die Kennzeichnung von Brandschutztüren trägt neben anderer Daten immer eine “T” Markierung und eine Ziffer. Die Zahl gibt an, bis zu wie viele Minuten die Tür mindestens gegen die Flammen standhalten muss. Die Kombination hinter zum Beispiel der Brandschutztür T90 steht demnach für eine Dauer von 90 Minuten.

Rauch- und Feuerentwicklung vermindern

Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht Feuerwehrauto

Es gibt viele Varianten, allgemeine Vorkehrungen gegen mögliche Brandherde vor Ort zu schaffen. Nicht immer kann man aber die Gefahr vollständig ausschließen. Viele Gebäudeeigentümer bevorzugen aus dem Grund erweiternde Maßnahmen, um das Risiko eines Brandes gering zu halten. Nicht selten findet als Ergänzung zu den Brandschutztüren mit Kennzeichnungspflicht auch die Montage spezieller Fenster und Rauchschutztüren einen festen Platz zur Brandkontrolle.

Dazu zählen auch die T30 RS Türen, deren Bezeichnung sich aus dem zeitlichen Rahmen (30 Minuten) und der Beschaffenheit “RS” (“rauchdicht und selbstschließend”) zusammensetzt.

Ihnen ist noch eine Frage zum Thema Brandschutztüren Kennzeichnungspflicht, zu unseren Produkten oder zum Einbau eingefallen? Wir geben Ihnen gern jede Info, die sich um die Bereiche Feuerschutz, Einbaumöglichkeiten von Brandschutztüren und zum passenden Zubehör dreht. Schreiben Sie uns gern eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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15 Mai, 2018

Brandschutztüren: Vorschriften für Planung, Einbau und Betrieb

Wer baut oder ein Gebäude betreibt, muss für einen geeigneten Brandschutz des Gebäudes sorgen: Dies hat der Gesetzgeber in baurechtlichen Vorschriften geregelt. Baurecht und Bauordnung sind dabei in Deutschland Ländersache - jedes Bundesland legt in einer eigenen Bauordnung und ggf. in Sonderbauvorschriften fest, wann ein Bauherr für einen fachgerechten “Feuerschutzabschluss” (FSA)* zu sorgen hat. Eine Möglichkeit, einen effektiven Feuerschutzabschluss herzustellen, besteht darin, Brandschutztüren zu verbauen. Die Vorschriften für Brandschutztüren legen dabei im Detail fest, was bei Planung, Einbau und Betrieb der Türen zu beachten ist.

Wir möchten Sie im Folgenden darüber informieren, wie sich die verschiedenen Brand-, Feuer- und Rauchschutztüren unterscheiden und welche Brandschutztüren-Vorschriften einzuhalten und welche Nachweise zu erbringen sind.

HINWEIS: Umgangssprachlich und teilweise auch auf Hinweisschildern werden verschiedene Türen als “Brandschutztüren” bezeichnet. Der Begriff ist nicht genormt und sagt an sich noch nichts über die Anforderungen aus, die die jeweilige Tür erfüllt. Daher ist in der Bauordnung genau geregelt, wann welche Art von Tür zum Einsatz kommt und welche Leistungsmerkmale eine solche Tür aufweisen muss.

Brandschutztür Vorschriften Hydrant
 

Grundprinzipien des Brandschutzes - Definition “Brandschutztür”

In Deutschland müssen Gebäude den Prinzipien des Brandschutzes entsprechen, damit in ihnen:

  • möglichst kein Brand entsteht
  • sich im Falles eines Brandes Feuer und Rauch nicht ausbreiten können
  • die Rettung von Menschen und Tieren möglich und Löscharbeiten wirksam auszuführen sind

Daher fordert der Gesetzgeber die sogenannten “Feuerschutzabschlüsse”. Diese sorgen dafür, dass sich durch die Türöffnungen in feuerhemmenden bzw. feuerbeständigen Trenn- und Brandwänden Feuer und Rauch nicht ausbreiten können - indem die dort verbauten Türen selbstschließend sind und Rauch und Feuer wirksam Einhalt gebieten. Türen, die diese Vorgaben gemäß der “Musterbauordnung” (MBO) erfüllen, werden als “Brandschutztüren” oder auch als “Feuerschutztüren” bezeichnet.

Wo kommen Brandschutztüren gemäß Vorschrift zum Einsatz?

Brandschutztüren finden sich in all jenen Bauabschnitten, die vor Feuer und Rauch oder Gasen besonders geschützt werden müssen, beispielsweise in:

  • langen Fluren
  • Treppenhäusern
  • feuerhemmenden bzw. feuerbeständigen Trennwänden
  • feuerhemmenden bzw. feuerbeständigen Brandwänden
  • Notausgängen
  • Fluchtwegen zur Abschottung

Gebäude mit Fluren, die mehr als 30 m lang sind, müssen außerdem Rauchschutztüren zur Unterteilung aufweisen.

Ein effektiver Feuerabschluss ist insbesondere in Gebäuden mit hoher Besucherfrequenz vonnöten, sowie in Gebäuden, in denen besonders junge, alte, kranke oder Menschen mit Behinderung leben.

HINWEIS: Sie möchten eine Brandschutztür kaufen und würden gerne aus ästhetischen Gründen Brandschutztüren aus Holz oder Brandschutztüren mit Glas verwenden? Auch diese Türarten benötigen eine bauaufsichtliche Zulassung. Diese wird durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin erteilt. Das amtliche Kennzeichnungsschild vom Hersteller weist auf diese hin und die unaufgeforderte Vorlage des Bescheides über die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung gewährleistet Ihnen baurechtliche Sicherheit!

Wann ist der Einsatz einer Brandschutztür Vorschrift für Privatpersonen?

Als privater Bauherr, beispielsweise wenn Sie ein Eigenheim errichten, müssen Sie zwischen Wohnbereich und Garage eine Brandschutztür nach Vorschrift einbauen. Auch “Hobbyräume” sind durch eine solche sichere Tür zu schützen. Selbstständige oder Freiberufler, die ihr Büro oder ihren Arbeitsbereich im eigenen Haus haben, müssen ebenfalls Brandschutztüren verbauen.


 

Bauordnungsrechtliche Unterschiede: Verschiedene Brandschutztüren und Einbauvorschriften im Überblick

Wie schon oben erwähnt, ist die Bezeichnung “Brandschutztür” noch kein Hinweis auf die Funktion und die jeweilige Einbauvorschrift einer bestimmten Tür. Damit  das Verhalten im Brandfall und die Anforderungen, die die einzelne Tür erfüllen muss, deutlich wird, unterscheidet man Türen bauordnungsrechtlich. Lesen Sie im Folgenden, welche Typen von Tür für einen effektiven Feuerschutzabschluss und/oder Rauchschutzabschluss** in Frage kommen können:


 

Brandschutztür/Feuerschutztür: Hersteller in der Pflicht

Brandschutztüren, die auch manchmal als Feuerschutztüren bezeichnet werden, schließen sich selbsttätig und weisen einen bestimmten Grad der Feuerwiderstandsfähigkeit auf. Sie verhindern den Durchtritt von Flammen, Rauch und heißen Brandgasen für eine gewisse Zeitspanne. Die Zeitspanne ist in der Bezeichnung der Tür angegeben: Es gibt T90-, T60- und T30-Türen, die 90, 60 oder 30 Minuten dem Feuer widerstehen. Die Türen sind also eingeteilt in “Feuerwiderstandsklassen”, welche selbstverständlich nur für den perfekt geschlossenen Zustand gelten.

Eine Brandschutztür ist eine Einheit aus der Tür - also dem Türblatt - und der Zarge, die nach Vorschrift montiert werden muss. Zusammen mit den Türteilen muss vom Hersteller eine Einbauanleitung geliefert werden. Zudem erhalten Sie beim Erwerb der Tür den entsprechenden Zulassungsbescheid. Darin finden Sie:

  • DIN-Normen für passende Beschläge
  • eventuell die Nennung alternativ einsetzbarer Beschläge
  • unter Umständen die Nennung bestimmter Hersteller, deren Produkte dann zwingend eingesetzt werden müssen

Die Brandschutztür muss außerdem mit einem Zulassungsschild versehen sein. Darauf muss angegeben sein:

  • der Hersteller inklusive Herstellerzeichen
  • die Feuerwiderstandsklasse - der T-Wert
  • dass die Tür überwacht wird - die Ü-Angabe
  • das Jahr der Herstellung

Brandschutztüren Vorschriften Treppenhaus

Rauchschutztüren: Sichere Treppen und Flure

Wenn ein Feuer ausbricht, sind oftmals die Schäden, die durch Rauch verursacht werden um ein Vielfaches größer als die Schäden, die durch die Flammen hervorgerufen werden. Rauch gefährdet auf Grund seiner starken Ausbreitungsfähigkeit Menschenleben stärker als das Feuer selbst. Hinter einer genormten Rauchschutztür können etwa zehn Minuten lang Personen ohne Atemschutz gerettet werden. In der Musterbauordnung (MBO) nach § 35 Absatz 3 ist geregelt, wo Rauchschutztüren zu verbauen sind. Die typischen Einsatzorte sind:

  • der Raum zwischen Treppenraum und Ausgang, wenn ein Treppenraum nicht unmittelbar ins Freie führt
  • Treppenräume, die hinführen zu:
    • Kellerräumen
    • nicht ausgebauten Dachräumen
    • Werkstätten
    • Läden
    • Lagerräumen
    • Räumen, die größer als 200 m² groß, aber kein Wohnraum sind

Nach § 36 Absatz 3 MBO werden außerdem Flure durch Rauchschutztüren in Rauchabschnitte unterteilt.

Rauchschutztüren sind genau wie Brandschutztüren selbstschließend und werden nach Vorschrift eingebaut. Sie weisen neben der umlaufenden, dreiseitigen Dichtung eine Dichtung am Boden auf, die in der Regel absenkbar ist. Rauchschutztüren unterliegen einer genormten Prüfung nach Norm DIN 18095-2. Als bauaufsichtlicher Verwendbarkeitsnachweis genügt ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis - anstelle einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung.

HINWEIS: Brandschutztüren sind nicht zwingendermaßen auch Rauchschutztüren. In besonderen Fällen kann sowohl Feuer- als auch Rauchschutzabschluss** gefordert sein: Dann kommen Brandschutztüren zum Einsatz, die sowohl Feuerwiderstand als auch Rauchschutzfunktion aufweisen und dafür zugelassen sind.


 

Wartung für Brandschutztüren: Vorschriften beachten

Einen Teil der Vorschriften für die Wartung der Brandschutztüren haben die Hersteller zu erfüllen: Sie liefern eine Wartungsanleitung mit der Tür mit. In ihr wird aufgeführt, welche Wartungsarbeiten ausgeführt werden müssen. In der Anleitung muss außerdem stehen, wie die Schlösser und andere Türschließmittel gereinigt und gepflegt werden müssen und wie Dichtungen ausgetauscht werden.

Der Betreiber eines Gebäudes muss wiederum sicherstellen, dass die Wartung der Brandschutztüren regelmäßig durchgeführt wird. Dies ist Teil der ordnungsgemäßen Instandhaltung, die baurechtlich gefordert wird.

Haben Sie Fragen zu unseren Produkten oder Ihren bereits eingebauten Türen? Wir informieren Sie gerne offen und persönlich über Funktionen, Montage, Zustand und Kennzeichnung für selbstschließende Türen!



 

*Feuerschutzabschluss (FSA) = Im Falle eines Brandes soll verhindert werden, dass sich Rauch, Gase und Flammen weiter ausbreiten. Dazu wird ein Gebäude in verschiedene “Brandabschnitte” eingeteilt. Tritt ein Feuer in einem Brandabschnitt auf, soll es möglichst dort eingegrenzt werden und nicht auf benachbarte Brandabschnitte überspringen. Daher werden die einzelnen Abschnitte feuerfest “abgeschlossen” - also ein “Feuerschutzabschluss” hergestellt.

** Rauchschutzabschluss (RSA) = Analog zum FSA wird ein Gebäude in Rauchabschnitte eingeteilt. Die sind oftmals viel kleiner als die Brandabschnitte. Sie dienen vor allem der Rettung von Menschenleben.

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14 Mai, 2018

Feuerschutztür einbauen: fachgerechte Montage für den Brandschutz

Wer eine sich selbst schließende Feuerschutztür einbauen möchte, muss dabei mehrere Aspekte berücksichtigen, darunter die Art der zu verbauenden Tür, das Mauerwerk als auch den Zweck des Schutzes. Für den Brandschutz gilt grundsätzlich: Der Einbau von Brandschutztüren zählt als Maßnahme zum “Feuerschutzabschluss” (FSA) und fällt somit unter das Baurecht bzw. Bauordnung. Baurecht und Bauordnung sind in Deutschland Ländersache, sodass jedes Bundesland selbst regelt, wann wie und wo der Bauherr den Brandschutz für ein Gebäude gewährleisten muss.

Feuerschutztür einbauen Streichholzhaus

Durch den Brandschutz soll die Ausbreitung eines Brandes vorgebeugt und im Fall eines tatsächlichen Ausbruchs beschränkt werden. Dafür werden Öffnungen und Durchgänge in Wänden fachgerecht gesichert. Wenn Sie eine Feuerschutztür einbauen, schützen Sie die Unversehrtheit von Mensch, Tier und Material. Zudem unterstützen ordnungsgemäß montierte Brandschutzmaßnahmen effektiv die durchzuführenden Löscharbeiten. Möchten Sie also im Sinne der Gebäudesicherheit Brandschutzmaßnahmen ergreifen und eine Feuerschutztür einbauen, stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten offen.

Einbau von Brandschutztüren für zuverlässige Sicherheit

Jedem Brandschutzelement ist eine Einbauanleitung beigelegt. Dazu sind die Hersteller verpflichtet und dort sind auch die entsprechenden Schritte für das Feuerschutztür-Einbauen festgehalten. Eine banal erscheinende aber kaum zu unterschätzende Frage muss zu Beginn geklärt werden: Ist die Wand für den Einbau des Elements überhaupt zulässig? Diese Frage wird durch die Brandschutztür Einbauanleitung beantwortet. Alle weiteren Fragestellungen, die sich bei der Montage ergeben, beantwortet die DIN 18093 („Einbau von Feuerschutztüren“).

Türblatt. Zarge. Wand. Über diese Elemente definiert sich die Art der Montage und die zu berücksichtigenden Faktoren. Das Türblatt ist mit der Zarge befestigt. Die Zarge wiederum ist mit der Wand verbunden. Zarge und Wand können dabei auf verschiedene Arten miteinander montiert sein. Das Material der Wand entscheidet schließlich darüber, welche Montage am geeignetsten ist. Hier muss außerdem berücksichtigt werden, ob die Wand später verputzt wird oder nicht.

Die Festigkeit zwischen Zarge und Wand ergibt sich aus der Zahl und Platzierung der Ankerpunkte. In gleicher Weise entscheidet die Auswahl der Dübel über die Zuverlässigkeit des Brandschutzes. Sitzen Dübel, Schrauben und Zarge nicht fest genug und lösen sich im Brandfall, wird dies folgenschwere Auswirkungen nach sich ziehen, da sich sowohl Rauch als auch Flammen uneingeschränkt ausbreiten können. In der zuvor erwähnten DIN 18093 ist außerdem festgehalten, dass die Zarge für eine vollständige Funktionsfähigkeit mit Mörtel hinterfüllt werden muss.

Wer darf Brandschutztüren einbauen?

Nach dem Feuerschutztür-Einbauen ist vor der Übereinstimmungserklärung. Der zuständige Handwerker haftet persönlich, wenn in einem Schadensfall eine fehlerhafte Montage nachgewiesen wird. Darum wird nach dem Einbau der Feuerschutztür eine ausgefüllte Übereinstimmungserklärung samt Zulassungsbescheid und Einbauanleitung an den Bauherrn übergeben. Somit wird garantiert, dass die Brandschutztür fachgerecht und ordnungsgemäß eingebaut wurde.

Zusätzlichen Funktionen bei Feuerschutztüren

Die Feuerschutztüren können noch weitere Funktionen erfüllen, beispielsweise Rauchschutz so wie unsere Brandschutztür T90 oder die T30 RS Türen. Unter dem Umstand der Zusatzfunktion müssen aber weitere Aspekte berücksichtigt werden, um die Rauchdichtheit zu gewährleisten. So muss beispielsweise der Zargenanschluss beidseitig lückenlos versiegelt werden. Auch hier gibt es eine Norm DIN 18095, welche die entsprechenden Maßnahmen regelt und klärt.

Feuerschutztür einbauen Feuerlöscher

Als Experte für hundertprozentige Sicherheit im Brandschutz, statten wir Eigenheime, öffentliche als auch gewerbliche Gebäude mit unseren Brandschutztüren und Zubehör aus.

Sie möchten Brandschutztüren kaufen und suchen noch die passenden Produkte? Dann sind Sie bei uns genau richtig, denn unser Produktportfolio bietet Ihnen eine vielseitige Auswahl. Neben Stahl Brandschutztüren bekommen Sie bei uns sogar eine Brandschutztür aus Glas.

Weitere Faktoren, die bei der Auswahl der passenden Brandschutztür infrage kommen:

  • 1-flügelig
  • 2-flügelig
  • für den Außenbereich
  • Rauchdicht
  • aus Stahl, Holz oder Massivholz

Gern stehen wir Ihnen mit den richtigen Tipps beratend zur Seite. Kontaktieren Sie uns, damit wir Sie sicher und professionell beim Brandschutz unterstützen können.

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09 Mai, 2018

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